Westfälische Biographien




Herbert Behre

Realschuldirektor

✽ 31.05.1927 in Dalhausen/ Beverungen bei Höxter
✝ 8.04.1994 in Paderborn
Paderborn/ Auf dem Dören

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Herbert Behre (31.05.1927 Dalhausen/ Beverungen im Kreis Höxter - 08.04.1994 Paderborn) war der Neffe des Malers Gustav Behre, Schüler von Heinrich Schauerte am Gymnasium Marianum in Warburg und ein Freund von Herbert Dohmann. Behre gehörte zur Flakhelfer-Generation, wie auch z.B. Heinz Nixdorf (geb. 1925 in Paderborn) und Hans Schwier (geb. 1926 Lerbeck). Das Abitur machte er 1946 am Gymnasium Marianum in Warburg. Er studierte im zweiten Lehrgang an der im Dezember 1946 gegründeten katholischen Pädagogischen Akademie Paderborn für die Provinz Westfalen (1947-1949), später Pädagogische Hochschule Westfalen-Lippe, bei den Professoren Karl Beyerle (Pädagogik, Geschichte), Ludwig Maasjost (Geographie/ Heimatkunde und Biologie), Heinrich Pape (Musikwissenschaft), Vikar Josef Pollmann (Katholische Theologie), Bernhard Rosenmöller (Philosophie; Gründungsrektor der Akademie), Wilhelm Stähler (Psychologie). Danach wurde er Lehrer an Volksschulen in Würgassen (1949-1953 unter Direktor Weber, Neubau der Schule 1954, die Schule bestand bis 2000) und Stahle (1953-1955), heute Albaxen/ Höxter. Gleichzeitig studierte er in Bielefeld für die Fächer Deutsch und Erdkunde für das Realschullehrerexamen. Er wurde 1955 Lehrer in Wewer unter Direktor Winkelhoff (die Schule wurde 1954 gegründet und heißt seit 2004 Almeschule) und an der 1951 gegründeten Städtischen Von-Fürstenberg-Realschule Paderborn, deren Schulhaus 1957-60 erbaut wurde. Dort war er auch von 1963 bis 1991 Schulleiter (als Nachfolger der Direktoren Alfred Güttler und Dr. Hans Rüther). Die Schule hatte so großen Zuspruch und wuchs so schnell, dass sie die weiteren Realschul-Gründungen in der Stadt bedingte. Behre initiierte dort auch die Gründung der Aufbaurealschule für Spätausgesiedelte mit Realschulförderklassen (1967) und der Abendrealschule Paderborn (1973). Er war außerdem Leiter des Stadtjugendringes der Stadt Paderborn (1960).


Zur Person

Konfession: katholisch

Mutter: Magdalena Behre, geb. Rose

Vater: Johannes Behre

Geschwister: Hilde Grawe, geb. Behre; Madgalena Wicher, geb. Behre; Johannes Behre; Gerhard Behre

Ehen: Theresia (Thea) Behre, geb. Selhorst

Kinder: Maria Behre; Anne Behre-Hille; Hermann Behre; Gerhard Behre

Werke

­ Behre, Herbert: Der Raum von Dalhausen, eine typische Landschaft im wesernahen Muschelkalkgebiet. Geographisches Seminar der Pädagogischen Akademie Paderborn, 1949 (Stadtarchiv Paderborn, Nr.490) (Abschlussarbeit bei Prof. Maasjost).; Raabe, Wilhelm, Else von der Tanne oder Das Glück Domini Friedemann Leutenbachers, armen Dieners am Wort Gottes zu Wallrode im Elend. [Mit Nachw. u. Anm. hrsg. von Herbert Behre], Paderborn: Schöningh Verlag ca. 1962 (=Schöninghs deutsche Textausgaben [Schöninghs Textausgaben] ; Nr. 302).; Festschrift zum 50jährigen Bestehen der Von-Fürstenberg-Realschule Paderborn. 1941-1991 (Redaktion: Herbert Behre), Bad Lippspringe 1991.

Literatur

­Alois Erich Boskamp: 1100 Jahre Paderborner Schulleben. Ein geschichtlicher Rückblick, Hg. Stadt Paderborn, Paderborn: Schöningh 1964.; Sigrid Blömeke: ... auf der Suche nach festem Boden!: Lehrerausbildung in der Provinz Westfalen 1945/46 Professionalisierung versus Bildungsbegrenzung , Münster: Waxmann 1999 ISBN 3-89325-794-2 http://digital.ub.uni-paderborn.de/ihd/content/titleinfo/2229790

Quellen

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Empfohlene Zitierweise

Dr. Maria Behre: Herbert Behre. In: Westfälische Biographien, hrsg. von Altertumsverein Paderborn und Verein für Geschichte Paderborn. Online-Ausgabe unter http://www.westfälische-biographien.de/biographien/person/1991 (Version vom 14.07.2017, abgerufen am 22.11.2017)

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