Westfälische Biographien




Pater Hermann Pothmann

Priester

✽ 1885 in Paderborn
✝ 1962

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Pothmann wurde 1920 der erste hauptamtliche Seelsorger der Auswanderergemeinde in Polo, South Dakota. Zuvor hatte jede Woche ein Priester aus der Nachbargemeinde kommen müssen, um die Messe zu feiern. Nachdem Polo zur eigenständigen Pfarrei erklärt worden war, übernahm die Ordensgemeinschaft der Oblaten der unbefleckten Jungfrau Maria deren Betreuung. Der Heilige, dem die Kirche in dem Ort geweiht war, war dem gebürtigen Paderborner wohlbekannt: sie war dem heiligen Liborius geweiht, da die meisten Gemeindemitglieder wie ihr Priester aus der Diözese Paderborn stammten. Die 1904 eingeweihte Holzkirche der Gemeinde ersetzte er 1924 durch ein größeres Gotteshaus. Außergewöhnlich ist dabei der „Spanish Mission Style“ des Baus, den der Pater von seiner Tätigkeit als Missionar in Südkalifornien und Mexiko mitgebracht hatte. Im selben Baustil wurde nach seinem Vorschlag auch eine Schule errichtet, die bald zum Internat ausgebaut wurde. 1928 gelang es Pothmann außerdem eine öffentliche Highschool zu eröffnen. Pothmann wirkte bis 1940 in Polo, dann zwang ihn eine Erkrankung am grauen Star sich zurückzuziehen.


Zur Person

Weitere Namensform: OMI

Konfession: katholisch

Quellen

Stüken, Wolfgang (2014): „Wo auch der Herr Pfarrer leidenschaftlich Bingo spielt“. In: Die Warte e.V. Paderborn-Höxter (Hrsg.): die warte. Heimatzeitschrift für die Kreise Paderborn und Höxter. 74. Jahrgang / Nr. 162. Sommer 2014. S. 37-40.

Empfohlene Zitierweise

N.N.: Pater Hermann Pothmann. In: Westfälische Biographien, hrsg. von Altertumsverein Paderborn und Verein für Geschichte Paderborn. Online-Ausgabe unter http://www.westfälische-biographien.de/biographien/person/2032 (Version vom 14.03.2018, abgerufen am 23.10.2018)

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