Josef Friedel

Lehrer


Zur Person

geboren: 1864 in Niederntudorf

Biographie

Josef Friedel war von 1909-1926 Dorfschullehrer in Marienloh. Während des Ersten Weltkrieges verfasste der kaisertreue Bürger ein Kriegstagebuch von etwa 500 Seiten, das ein bedeutendes Zeugnis der Kriegsjahre darstellt. Hauptsächlich enthält es Berichte über Einberufungen, die Begräbnisstätten der Gefallenen und Informationen zwischen Front und Heimat. Außerdem kümmerte sich Friedel durch das Verfassen von Anfragen an die Truppenverantwortlichen um die Beschaffung von Informationen über die 104 Eingezogenen, wenn diese sich länger nicht meldeten und er übernahm manches Mal den schweren Dienst eine Familie vom Tod eines Soldaten zu unterrichten. Dann half er jedoch auch bei dem Schreiben von entsprechenden Todesanzeigen und dem Vorbereiten der Beerdigungen. Außerdem sammelte er, wenn seine Zeit es zuließ, Geld-, Edelmetall- und Lebensmittelspenden, aus deren Erlös sich Päckchen an die Front finanzierten.

Quellen

Winkler, Andreas (2014): „Gleich zu Anfang des großen Kampfes war er gern und freudig hinausgeeilt…“. In: Die Warte e.V. Paderborn-Höxter (Hrsg.): die warte. Heimatzeitschrift für die Kreise Paderborn und Höxter. 74. Jahrgang / Nr. 162. Sommer 2014. S. 8-12.

Zitierweise

N.N.: Josef Friedel. In: Westfälische Biographien, hrsg. von Altertumsverein Paderborn und Verein für Geschichte Paderborn. Online-Ausgabe unter http://www.westfälische-biographien.de/biographien/person/2034 (Version vom 20.04.2018, abgerufen am 24.05.2018)