Westfälische Biographien




Heinrich Anholt

Pfarrer

✽ 05. September 1833 in Grumme
✝ 27. Juli 1906 in Dringenberg

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Heinrich Anholt wurde am 05. September 1833 in Grumme, heute ein Stadtteil von Bochum, geboren. Am 20. August 1862 wurde er in Paderborn zum Priester geweiht, woraufhin er acht Jahre lang als Schulvikar in Wiedenbrück und anschließend siebzehn Jahre lang als Kaplan in Esbeck tätig war. Schließlich führte sein Weg ihn 1887 nach Dringenberg. Seit dem Tod des alten Pfarrers 1975 war die Pfarrstelle der Gemeinde aufgrund des „Kulturkampfes“ unbesetzt gewesen. Geistliche umliegender Gemeinden hatten versucht die seelsorgerischen Aufgaben zu übernehmen und Gottesdienste anzubieten, dennoch hatte die Dringenberger Gemeinde Schäden davongetragen, besonders im Hinblick auf die kirchlichen Gebäude. So war die Kirche sowohl äußerlich als auch im Innenraum in einem desolaten Zustand. Obwohl die Baupflicht bei der politischen Gemeinde lag, begann Anholt das Gebäude instandzusetzen und ließ auch den barocken Hochaltar wegen seines schlimmen Zustands abbrechen und einen Neuen anschaffen. Damit stieß er nicht bei all seinen Schäfchen auf Zuspruch. Vier Mitglieder des Kirchenvorstands waren gegen den Abbruch des Altars und wollten den Landeskonservator ein Urteil darüber fällen lassen. Als dieser jedoch kam, waren die Abbrucharbeiten bereits so weit fortgeschritten, dass nichts anderes übrig blieb, als die Altäre zu erneuern. Anholt hatte die Depesche mit der Ankündigung seines Besuchs schlicht zu spät erhalten. Während seines Wirkens in Dringenberg verfasste er außerdem eine umfangreiche Chronik des Ortes, die mit ihren fünf dicken Bänden in der Dringenberger Burg ausgestellt sind. Er verstarb am 27. Juli 1906 nach schwerer vierjähriger Krankheit.


Zur Person

Konfession: katholisch

Werke

Eine fünfbändige Chronik des Ortes Dringenberg

Quellen

Gehle, Karl (2010): „Der Chronist von Dringenberg: Pfarrer Heinrich Anholt (1833-1906)“. In: Die Warte e.V. Paderborn-Höxter (Hrsg.): die warte. Heimatzeitschrift für die Kreise Paderborn und Höxter. 71. Jahrgang / Nr. 145. Ostern 2010. S. 32-33.

Empfohlene Zitierweise

N.N.: Heinrich Anholt. In: Westfälische Biographien, hrsg. von Altertumsverein Paderborn und Verein für Geschichte Paderborn. Online-Ausgabe unter http://www.westfälische-biographien.de/biographien/person/2060 (Version vom 17.01.2019, abgerufen am 21.05.2019)

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