Westfälische Biographien




Karl Mause

Dompropst

✽ 30.03.1858 in Hallenberg
✝ 23.11.1943 in Trier
Kreuzgangfriedhof, Trier

Druckversion der Biographie

Karl Mause wurde am 30. März 1858 in Hallenberg (bei Winterberg) geboren. Nach Gymnasialstudien in Warburg und Brilon im Sauerland bestand er 1880 am Gymnasium Petrinum in Brilon das Abitur, um anschließend seinen Einjährigen Militärdienst abzuleisten. Danach studierte er in Würzburg und Fulda Theologie und wurde am 9. März 1884 in Fulda (für die Diözese Paderborn, wo wegen des Kulturkampfes noch keine Weihe möglich war) zum Priester geweiht. Seine erste Seelsorge-Station war 1884 bis 1890 Hallenberg, sein Geburtsort, von wo er 1890 für ein knappes Jahr als Kaplan an die Gaukirche in Paderborn versetzt wurde. Noch im gleichen Jahr wurde er Pfarrer in Gotha (Thüringen). 1897 wurde er Militärgeistlicher, zunächst in Dieuze (Lothringen), 1900 in Koblenz. 1900/1901 nahm er als Felddivisionspfarrer an der ostasiatischen Expedition in China teil (sein Dienstsitz war Peking). Seit November 1901 wirkte er als Divisionspfarrer in Altona; ein Jahr später erfolgte die Ernennung zum Garnisonspfarrer in Berlin. Seit Februar 1908 wirkte er als Militäroberpfarrer in Hannover. Bei allen Vorgesetzten, auch beim Kaiser, stand er in hohem Ansehen, so daß seine Nomination zum Dompropst in Trier durch Wilhelm II. nicht verwundern konnte. Am Jahrestag seiner Priesterweihe 1914 (9. März) wurde er in Trier als Dompropst installiert. Nach 30 Jahren im Amt des Dompropstes starb er hochbetagt am 28. November 1943 in Trier, wo er auf dem Kreuzgangfriedhof sein Grab fand. Den Dompropst erreichten viele Ehrungen, nicht nur kirchlicher Art. Seit 1916 war er Päpstlicher Hausprälat (heute: Ehrenprälat), seit Februar 1934 war er Ehrenbürger seines Heimatortes Hallenberg. Er trug eine ganze Reihe hoher Auszeichnungen, zu denen u. a. der Rote Adlerorden IV. Klasse, der Kronenorden III. Klas¬se, die China- und Westafrikamedaille, das Offizierskreuz des Franz-Josef-Ordens und das Ritterkreuz I. Klasse des Braunschweiger Ordens Heinrichs des Löwen gehörten.


Zur Person

Konfession: katholisch

Quellen

Klaus Zacharias, Lebensbilder – Die Mitglieder des CV-Zirkels AMICITIA zu Paderborn 1884-1996, SH-Verlag

Empfohlene Zitierweise

Klaus Zacharias: Karl Mause. In: Westfälische Biographien, hrsg. von Altertumsverein Paderborn und Verein für Geschichte Paderborn. Online-Ausgabe unter http://www.westfälische-biographien.de/biographien/person/470 (Version vom 10.08.2012, abgerufen am 14.08.2018)

Die beteiligten Vereine

Die Westfälische Biographien werden Ihnen präsentiert von:

Neue Biographien

Schauen Sie sich unsere neusten Biographien an...

Weiterführende Informationen

Startpunkte für die tiefere Auseinander-setzung mit der Geschichte Westfalens.