Heinrich Schlieker

Amtsgerichtsrat


Zur Person

geboren: 19.11.1878 in Lügde
gestorben: 28.10.1928 in Warburg
beerdigt:Lügde Konfession: keine Angabe

Biographie

Heinrich Schlieker wurde am 13. November 1878 in Lügde geboren. Nach dem Abitur 1899 in Attendorn studierte er Jura in Tübingen, Würzburg, Marburg und Leipzig. 1904 bestand er das Erste Staatsexamen, dem 1908 die Große Juristische Staatsprüfung folgte. Danach trat er in den Justizdienst ein und wurde Richter, zunächst als unbesoldeter Gerichtsassessor in Steinheim, wo er bis 1912 den Hilfsrichter vertrat. Im August 1912 trat er den Dienst als Hilfsrichter in Kirchhundem (Sauerland) an. 1913 bewarb er sich um die Stelle des Amtsrichters in Borgentreich; zum 1. März 1914 trat er das Amt dort an. 1915/16 war er vorübergehend Hilfsrichter am Landgericht Dortmund, jedoch wirkte er seit Ende 1916 wieder in Borgentreich, versah aber zugleich das Amtsgericht in Beverungen. 1917 wurde er Soldat, was er - ohne besonderen Rang - bis zum Kriegsende 1918 blieb. Bereits Ende 1918 amtierte er wieder als Amtsrichter in Borgentreich, wo er 1920 auch zum Amtsgerichtsrat ernannt wurde. Im Jahre 1928 war seine Beförderung zum Landgerichtsdirektor in Münster weitgehend vorbereitet, jedoch kam der Tod - er erlag einem Krebsleiden - der Beförderung am 28. Oktober 1928 in Warburg zuvor. Begraben wurde er in seinem Heimatort Lügde. Er gehörte 1901 zu den Stiftern der Borussia, der Tochterverbindung der Rhenania, die 1903 nach Münster verlegt wurde und dort (Ende 1903) den Namen Zollern annahm.

Quellen

Klaus Zacharias, Lebensbilder - Die Mitglieder des CV-Zirkels AMICITIA zu Paderborn 1884-1996, SH-Verlag

Zitierweise

Klaus Zacharias: Heinrich Schlieker. In: Westfälische Biographien, hrsg. von Altertumsverein Paderborn und Verein für Geschichte Paderborn. Online-Ausgabe unter http://www.westfälische-biographien.de/biographien/person/530 (Version vom 20.08.2012, abgerufen am 17.12.2018)